Tod eines grossen Freundes

Guido Raccagni - Premiazione a Venite Adoremus 2016

Guido Raccagni – Venite Adoremus 2016

Obwohl seine Abwesenheit während den Veranstaltungen der letzten Weihnachtszeit nicht unbemerkt blieb, wussten viele von euch nichts von seinen gesundheitlichen Problemen und auch diejenigen, die informiert waren, sind bestürzt von dieser Nachricht. Man kann nicht glauben, dass Guido, den wir alle erst vor vier, fünf Monaten während dem Kongress in Bergamo so aktiv und strahlend gesehen haben nur wenige Tage danach so eine Leidenszeit durchleben musste. Eine Leidenszeit, mit zuerst Krücken, dann Rollstuhl, die Schmerztherapie und schlussendlich die Hiobsbotschaft von heute.

Der Internationale Kongress von Bergamo wird sein letztes Werk bleiben. Es war ein Anlass, den er so sehr wollte und für den er alle Energie brauchte, seine Triebfeder, für seine Umgebung aber war er manchmal eine Nervensäge. Aber Guido war so, wenn er etwas erreichen wollte, wusste er anzuspornen auch zu übertreiben, wissend, dass man nur so zum gewünschten Resultat kam.

In den paar Monaten seiner Verpflichtung als Referent für die Niederlassungen und die Sektionen wusste er die Funktion umzukrempeln. Er war präsent, hat angetrieben, ermuntert, manchmal fast erzwungen, aber er hat die Resultate erreicht und das war es, was für ihn zählte.

“Freund Guido …”, wie er gerne unterzeichnet hat. Und wirklich war er für viele ein wahrer Freund, einer, auf den man immer zählen konnte, einer der häufig das Anliegen ahnte, mit dem man zu ihm kam, das man gerade vorbringen wollte. Und so hat er, weil er uns zuvorkam, viel Verlegenheit genommen.

Guido Raccagni - Venite Adoremus 2016Guido wurde am 28. Februar 1948 in Palazzolo S/O geboren, in ein paar Tagen wäre er 69 Jahre alt geworden, 26 davon war er Mitglied unserer Vereinigung: als Manager der Sektion und dann als Präsident des Sitzes von A.I.A.P. Cividino Quintano (BERGAMO), als Verantwortlicher zusammen mit Giuseppe Putto Caussono vom Sekretariat des U.O.R. der Lombardei, 2002 als Veranstalter der ationalen Tagung der A.I.A.P und schließlich seit 2014 als nationaler Rat.

Neben der Figur des Leiters, jedoch nicht weniger wichtig, war die des Krippenbauers, vollkommen, fähig zu erneuern und neue Techniken zu erproben. Immer bereit Rat und Hinweise zu geben, immer bereit Kurse zu geben oder teilzunehmen: “Die Liebe zur Krippe wird Schule”, war die Devise, die er ausgedacht hatte und tatsächlich ist in diesen Worten alles, “geschult” (Guido verzeihe mir das Zitat) ist der Sinn der Vereinigung. Dem Begriff “Schule“, da bin ich überzeugt, wollte Guido eine weitere Bedeutung zuschreiben: Schule des Glaubens, Schule der Leidenschaft, Schule des Lebens!

Sein Fehlen wird schwer wiegen, dem der ihn gekannt hat und der Vereinigung, die er so sehr geliebt hat: Wir alle werden unsere Anstrengungen verdoppeln müssen, damit man sein Fehlen nicht zu sehr fühlt.

Und wenn wir nicht auf der Höhe sind oder, wenn wir irgendwelche Fehler machen werden, wird es in unseren Ohren läuten: “Aber was macht ihr da?” … und wir werden wissen, wer es uns zuflüstert!

der Präsident
Alberto Finizio